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Lektion 2) Wortendungen und ihre Folgen


In der fränkischen Sprache kommen Wortendungen selten vor. Irgendwann haben sich unsere Vorfahren vermutlich gefragt "brauch mer des, oder ned?" Wahrscheinlich hat man dann darüber abgestimmt und zwar kurz und knapp mit dem Wort "Schmarrn" (Blödsinn). Das Urteil über Wortendungen war also gefallen.
In Verbindung mit dem jeweiligen Personalpronomen, angepasst an den Klang der vorherigen und nachfolgenden Wörter, ergeben sich so unkomplizierte Sätze, die auch noch nach dem Genuss von ein paar Schoppen einigermaßen funktionieren.

Alle Personen (ich, du, er, sie, es, ihr, sie) werden ganz normal gesprochen bzw. verwendet,  bis auf wir = mer bzw. mir

In Verbindung mit einem anderen Wort, beispielsweise mit einem Verb, und vor allem, wenn dieses mit seiner Aussage im Vordergrund steht, sagen wir ganz geschmeidig:


gemmer = gehen wir
laffmer = laufen wir
essmer = essen wir
drinkmer = trinken wir
hammer = haben wir
simmer = sind wir
wollmer = wollen wir
kömmer = können wir


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